Protestaktion gegen das Bochumer Gänsereiten

Gänsereiten in Bochum - Es reicht jetzt!

In den Bochumer Stadtteilen Wattenscheid-Höntrop und Wattenscheid-Sevinghausen gibt es den deutschlandweit einmaligen “Karnevalsbrauch Gänsereiten”. Die Jecken berufen sich dabei auf eine mehr als 400 Jahre alte Tradition, die seinerzeit spanische Söldner ins Ruhrgebiet brachten. Wir schreiben inzwischen das Jahr 2012, das Staatsziel Tierschutz ist im Grundgesetz verankert. Trotzdem darf in Bochum auch heutzutage noch zur Belustigung Gänsen der Kopf vom Körper abgerissen werden.

Das einmalige ist dabei nicht der Karnevalsbrauch als solcher. Denn den gibt es auch in anderen Ruhrgebietsstädten, wie z.B. Dortmund oder Essen. Nur dürfen dort auf Anordnung der verantwortlichen Behörden und Politiker keine echten Gänse mehr benutzt werden. Selbst das Kinder-Gänsereiten wird in Bochum erst seit dem Jahr 2006 ohne echte Gänse durchgeführt.

Wir möchten deshalb alle tierschutz- und kinderschutzbewegten Menschen bitten den verantwortlichen Menschen bei der Stadt Bochum ihre Meinung zum Gänsereiten in Wattenscheid-Höntrop und Wattenscheid-Sevinghausen mitzuteilen. Dieser Karnevalsbrauch wird vor den Augen von Kindern durchgeführt, die dadurch jeden Respekt vor dem Leben eines Tieres verlieren müssen.

Bitte schreibt eure Meinung an:

Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz
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und
Irmgard Gulan Leiterin Ordnungsamt
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Textvorschlag:

Sehr geehrte Frau Scholz und sehr geehrte Frau Gulan,

Sie sind bei der Stadt Bochum als Oberbürgermeisterin, bzw. als Leiterin des Ordnungsamtes verantwortlich für die allgemeine Gefahrenabwehr in Bochum und für die Stadt im Allgemeinen. In den Ortsteilen Wattenscheid-Höntrop und Wattenscheid-Sevinghausen findet jeweils zu Rosenmontag das sog. Gänsereiten statt. Echten Gänsen wird dann der Kopf von den sog. Gänsereitern abgerissen. Ein für mich völlig unglaublicher Vorgang! Tieren wird der Kopf vom Körper abgerissen! Ich bin völlig sprachlos und entsetzt, das so etwas im Jahr 2012 noch immer stattfinden darf, ohne das die dafür Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.

Bochum ist die letzte Stadt im Ruhrgebiet, die so etwas zulässt. In Städten wie Dortmund oder Essen ist so etwas nicht mehr möglich. Nur noch in Bochum schauen Kinder dabei zu, wie an den Körpern von Tieren so lange herumgerissen wird, bis der “Sieger” den blutüberströmten Kopf in der Hand hält.

Ich fordere Sie auf dieses widerliche und ekelerregende Treiben in ihrer Stadt zu unterbinden!

Mit freundlichen Grüßen

 
Der Landesverband NRW der Partei Mensch Umwelt Tierschutz unterstützt diesen Protestaufruf.
www.tierschutzpartei-nordrhein-westfalen.de

Quelle: LV NRW, Michael Siethoff, 14.02.12
Bildmaterial: Bochumer Bündnis gegen das Gänsereiten

 

Strafanzeige gegen Nerzfarmer

Heute hat der Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V. Strafanzeige gegen den Betreiber der Nerzfarm in Borken (NRW) gestellt.

Nerze haben meist ein kurzes und qualvolles Leben in Deutschland. Sie werden auf Farmen in engen Drahtkäfigen gehalten. In freier Wildbahn ist ihr Revier bis zu 20 Quadratkilometer groß – in deutschen Farmen beschränkt sich ihr „Revier“ auf wenige Zentimeter nach vorne und zurück.

Der Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V. kritisiert seit Jahren diese Haltung und fordert eine Schließung aller Nerzfarmen. Auch die Politik hatte die Zeichen der Zeit erkannt und änderte vor einigen Jahren die Tierschutznutztierverordnung – allerdings mit langen Übergangsfristen für Betreiber.

Am 11.12.2011 endete solch eine Übergangsfrist, und den Nerzen müssen nun deutlich größere Käfige zu Verfügung stehen.
Dass die Pelzindustrie mit allen Mitteln versucht, das Gesetz zu umgehen, war abzusehen; schließlich bedeutet mehr Platz für Tiere weniger Profit für den Pelzfarmer.

Aber: Gesetz bleibt Gesetz.

Der Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V. hat den Undercover-Journalisten Jan Peifer Anfang Januar damit beauftragt, alle noch bestehenden Nerzfarmen in Deutschland auf die Einhaltung des Gesetzes hin zu prüfen.
In Borken (NRW) konnte der Journalist dokumentieren, dass die Nerze weiterhin in engen Käfigen leiden – ein klarer Verstoß gegen geltendes Recht.

Der Arbeitskreis hat darum heute Strafanzeige bei der zuständigen Staatsanwaltschaft gestellt und das Videomaterial als Beweis vorgelegt:
http://goo.gl/2noOp

Quelle:
Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V.
www.arbeitskreis-tierschutz.de
Bildmaterial: soylent.network
Petra Kuppinger, 08.02.12

 

Neue Gesetze ab 2012

2012 treten neue Regeln bei der Lebensmittelkennzeichnung, Verbesserung des Tierschutzes, Umstellungen in der Agrarförderung und mehr Rechte für Stromkunden in Kraft. Im Einzelnen:

Entkopplung von EU-Beihilfen für die Erzeugung und Verarbeitung landwirtschaftlicher Erzeugnisse
Die EU-Beihilfen für Stärkekartoffeln, Eiweißpflanzen und Schalenfrüchte und die Verarbeitungsprämien für Flachs, Hanf, Trockenfutter, Kartoffelstärke entfallen.

Steigerung des Einsatzes erneuerbarer Energien
Der Einsatz erneuerbarer Energien im Strombereich soll weiterhin gesteigert werden.

EU-weites Verbot von Eiern aus konventioneller Käfighaltung
Ab 1. Januar 2012 wird es in der EU nicht mehr erlaubt sein, Eier aus konventionellen Käfighaltungen zu vermarkten, auch nicht in verarbeiteten Lebensmitteln.

Förderung über GAK nur noch für kleine Betriebe und Kleinstunternehmen
Die ‚Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz‘ (GAK) wird nur noch Unternehmen im Schlachtbereich mit weniger als 50 Beschäftigten oder mit einem Jahresumsatz unter 10 Mio. Euro fördern, um damit auf die Versorgung regionaler Märkte, kurze Wege und regionale Wertschöpfungsketten zu setzen.

Verbesserungen beim Tierschutz
Verboten werden die betäubungslose Kastration von Ferkel und die Kennzeichnung von Pferden mit Schenkelbrand. Die Halter von Nutztieren sollen bei der Sicherstellung des Tierschutzes stärker in die Pflicht genommen werden und müssen Kontrollsysteme etablieren.
Aigner möchte ein europäisches Tierschutz-Label einführen, so dass der Verbraucher die Produkte erkennen kann, die über die gesetzlichen Mindeststandards hinausgehen.

Neues EU-Bio-Logo
Bis 01.07.12 sollen alle Bio-Lebensmittel mit dem neuen EU-Gemeinschaftslogo gekennzeichnet werden.

Irreführende Werbeaussagen werden verboten
Die europäische Lebensmittelbehörde EFSA hat festgestellt, dass bei etwa 80 % der gesundheitsbezogenen Werbeaussagen bei Lebensmitteln kein wissenschaftlicher Nachweis über die angebliche Wirkung erbracht werden konnte. Sie werden mit einer Übergangsfrist von sechs Monaten verboten.
Eine Liste mit zulässigen Werbeaussagen wird voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte 2012 in Kraft treten.

Neue Höchstgehalte für schädliche Stoffe in Lebensmitteln
Für bestimmte Inhaltsstoffe in Lebensmitteln werden Höchstgehalte festgesetzt. Im Einzelnen:

Polyaromatische Kohlenwasserstoffe (PAK)
Ab 1. September 2012 gelten neue Höchstgehalte für PAK, die beim Räuchern oder Grillen von Fleisch anfallen.

Nitrat
Ab 01.04.12 wird ein Höchstgehalt für Nitrat in Rucola festgesetzt.
Ein Kilogramm im Winter geernteter Rucola darf nicht mehr als 7000 Milligramm Nitrat enthalten; ein im Sommer geernteter 6000 mg/kg.

Dioxine und PCB
Die EU-Höchstgehalte für Dioxine und dioxinähnliche PCB wurden für Säuglings- und Kleinkindernahrung festgelegt.

Schnellerer Wechsel des Versorgers
Der Wechsel des Strom- und Gasanbieters soll innerhalb von drei Wochen möglich sein, wobei diese Frist bei der Anmeldung des neuen Netzbetreibers beginnt. Damit soll der Lieferantenwechsel für die Verbraucher einfacher und schneller werden.

Bessere Informationen für Stromkunden
Rechnungen und Verträge müssen in einfacher und verständlicher Weise umfassende Informationen enthalten, wie zum Beispiel Vertragsdauer, geltende Preise, den nächstmöglichen Kündigungstermin, die Kündigungsfrist und den ermittelten Verbrauch.
Der Verbraucher hat spätestens sechs Wochen nach Beendigung des Abrechnungszeitraums Recht auf eine Rechnung. Beschwerden müssen die Anbieter innerhalb von vier Wochen beantworten.

Bundesagrarministerium, Dezember 2011
Bildmaterial: pixelio.de

 

Nahrungsmittelwende – so rettest Du die Welt

Wenn es um die Rettung unseres Planeten geht,
werden viele Menschen aktiv.

Ob mit Energiesparlampen, Biosprit, dem grünen Punkt, dem BIO Gütesiegel oder des sparsamen Wasserverbrauchs - wir sind geneigt alles zu tun, um unseren Planeten zu schützen und ihn für zukünftige Generationen lebenswert zu hinterlassen.
Doch die Realität sieht anders aus. Das Hauptproblem der heutigen planetaren Gesellschaft liegt in der Massentierhaltung. Sie allein ist der Hauptverursacher für Krankheiten wie Krebs, Osteoporose, Diabetes.
Außerdem vernichtet unser aller täglicher Konsum von Tierprodukten viele tausend Quadratkilometer Regenwald, um Platz für neue Nutztiere zu schaffen.
Der Verbrauch dieser Tötungsmaschinerie sorgt weltweit dafür, dass große Kalorienmengen aus pflanzlichen Produkten aus armen Ländern in z. B. Afrika, zu sehr viel kleineren Kalorienmengen in Form von Tierprodukten in den reichen Ländern (uns) umgewandelt werden.
Dadurch verursachen wir nicht nur tausende Hungertode jeden Tag, sondern wir tragen durch unseren Konsum auch wesentlich dazu bei, dass die Ozeane, die Regenwälder, das Klima und unsere ganze Umwelt vergiftet und ausgebeutet wird.
In diesem Prozess haben wir nun einen Punkt erreicht, an welchem wir kollektiv eine Entscheidung treffen müssen.
Wollen wir als Menschheit weiter auf diesem Planeten in Koexistenz mit der Natur und der Tierwelt leben?
Oder führen wir unser derzeitiges Verhalten noch einige wenige Jahre fort und opfern dabei die Zukunft unserer Menschheit?

Dazu ein Video:
http://goo.gl/AA6vS

Petra Kuppinger
Quellen: tierschutznews.ch; Animal Spirit; soylent network, 27.12.11

 

Bericht vom Komitee gegen den Vogelmord

Die Termine für unsere Vogelschutzaktionen im kommenden Jahr liegen jetzt vor.
Nach Absprache mit unseren Partnern und den Behörden in Italien, auf Zypern und Malta haben wir in diesen Tagen die Jahresplanung 2012 abgeschlossen und heute den Aktionsplan veröffentlicht.
Wie Sie feststellen werden, sind die Vogelschutzcamps erheblich ausgeweitet worden.
Unser Frühlingseinsatz auf Zypern ist jetzt zweiwöchig, das Herbstcamp auf Malta dreiwöchig und das große Vogelschutzcamp in Norditalien wird sogar über fünf Wochen stattfinden.

Zudem haben wir erstmals auch Südfrankreich (Einsatz gegen den Ortolanfang) offiziell im Programm.

Wenn Sie schon immer einmal an einer unserer Aktionen teilnehmen wollten, empfehlen wir Ihnen das Herbst-Vogelschutzcamp in Norditalien, das vom 29.09. bis zum 11.11.2012 stattfinden wird.

Für alle Anmeldungen gilt:
Je früher, desto besser - die Plätze für einige Aktionen sind bereits jetzt schon rar!
Die Termine für 2012 und die Teilnahmebedingungen finden Sie hier:
http://www.komitee.de/content/service/termine

Mit der Verlängerung unserer Einsätze haben wir uns einiges vorgenommen.

Wir rechnen mit Mehrkosten für Flüge und Unterkunft der Teilnehmer, für Mietwagen und Ausrüstung in Höhe von 10.000 bis 15.000 €. Wenn Sie noch nicht wissen, wer Ihre Weihnachtsspende in diesem Jahr bekommen soll, können Sie gerne an uns denken: http://www.komitee.de/content/spenden

Alexander Heyd (Geschäftsführer)
Komitee gegen den Vogelmord e.V.
0228 665521
0228 665280
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
http://www.komitee.de

Petra Kuppinger
Bildmaterial: pixelio.de

 

Angst vor Aufklärung?

Hühnerfabrik in der Nähe von Bern mit 12.000 Hennen:
Das meiste liegt im Verborgenen, wenn es um “Nutztiere” geht.
In diesen Tagen wurde uns, per Email und anonym, offen gedroht: Wir sollen schleunigst damit aufhören, schlecht über Bio zu schreiben, sonst …
Von den restlichen Beschimpfungen einmal abgesehen, steht hinter dieser Drohung eine weit verbreitete Ansicht: Tiere auf Bio-Höfen haben es doch gut, besonders hierzulande – was will man mehr?

Richtig daran ist:
Es gibt unbestritten Unterschiede zwischen konventioneller und ökologischer Tiernutzung, so etwa, was den Einsatz von Medikamenten angeht.

Was hingegen nicht zutrifft:
Tiere aus ökologischer Haltung haben es automatisch besser oder sind schon deswegen gesünder, weil sie “Bio” sind.
So leiden rund ein Drittel aller Bio-Milchkühe an Euterentzündungen (Mastits), das sind genauso viele wie auf konventionellen Höfen.
Federpicken oder gar Kannibalismus unter Hühnern gilt auch in der ökologischen Haltung als ernsthaftes Problem.
Bio-Puten werden, nicht anders als die “Turbo-Puten” in den Tierfabriken, mit Kraftfutter in nur 5 Monaten auf ein Gewicht von 20 Kilogramm hochgemästet, die Folge sind schwere Gelenkschäden.
Kälber werden nur wenige Stunden nach der Geburt ihren Müttern weggenommen und einzeln in “Iglus” gesperrt, auch da macht Bio keine Ausnahme.
Schließlich erreichen “Nutztiere” auch in der Öko-Haltung nur noch einen Prozentsatz ihrer eigentlichen Lebenserwartung – und das, obschon ein möglichst langes und selbstbestimmtes Leben zum Credo der Bio-Landwirtschaft gehört!

Von all dem ist in der Öffentlichkeit kaum die Rede, und wir wissen aus eigener Erfahrung, wie viele Stunden Recherchearbeit es häufig braucht, um an diese Informationen heranzukommen. Umso wichtiger ist es, darüber zu berichten. Denn nicht selten wird “Bio” den Konsument/innen als einzige Alternative zu den schlimmen Auswüchsen der Massentierhaltung verkauft – entweder konventionell oder biologisch.

Es gibt aber eine dritte Alternative:
Nur ist sie schlecht für all jene, die mit den Tieren ihr Geld machen: Die meisten von uns sind auf den Konsum tierischer Produkte eigentlich gar nicht angewiesen!
Auch darüber gilt es sachlich und unvoreingenommen zu informieren. Denn wenn es um das viel zitierte Wohl der Tiere geht, ist jede Alternative in Erwägung zu ziehen. Aufklärung, die auf halber Strecke halt macht – so etwa bei der Bio-Alternative –, ist nichts anderes als Propaganda.

Wir sollen damit aufhören, schlecht über Bio zu schreiben, sonst…Ja, was sonst: konsequente, unverblümte Aufklärung!

Quelle: tier-im-fokus.ch, 07.12.2011
Bildmaterial: pixelio.de

 

Wie kann ich dazu beitragen,
damit Menschen ihre Ernährungsgewohnheiten ändern

Mahi Klosterhalfen fasst aktuelle psychologische Erkenntnisse zusammen, die uns dabei helfen, Menschen zu überzeugen, ihre Ernährung umzustellen:

http://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/psychologie-und-uberzeugungsarbeit

 

Quelle: Albert Schweitzer Stiftung, 08.12.11
Bildmaterial: pixelio.de

 

Artgerechte Nutztierhaltung

Für diese sich widersprechenden Begriffe bedarf es einer wissenschaftlichen Rechtfertigung. Welches Glück für die Tiere, die mit dem Präfix ‚Haus‘ in diese klassifizierende Welt geboren werden.

Die Universität Rostock hat zusammen mit dem Leibniz-Institut für Nutztierbiologie Dummerstorf eine Professur für Verhaltenskunde eingerichtet.

Beide Institute  arbeiten im Verbund mit anderen Universitäten im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Kompetenznetz PHÄNOMICS zusammen, das sich der Leistung, der Gesundheit und dem Wohlbefinden von Nutztieren widmet.

‚Das Fach Verhaltenskunde widmet sich zudem aktuellen Forschungsansätzen, wobei die Verbesserung von Wohlbefinden und Gesundheit landwirtschaftlicher Nutztiere sowie die Gewährleistung einer möglichst tiergerechten Haltung im Mittelpunkt stehen‘, erläutert der Leiter des Instituts, Prof. Dr. Puppe, der mit einer Arbeit zur Verhaltensbiologie beim Hausschwein an der Justus-Liebig-Universität in Gießen habilitierte. Er ist Mitglied in mehreren wissenschaftlichen Gesellschaften sowie im Vorstand der Internationalen Gesellschaft für Nutztierhaltung (IGN).

Weitere Infos: www.leibniz-gemeinschaft

Petra Kuppinger, 11.12.11
Bildmaterial: soylent.network

 

Rumänien hat für Euthanasie gestimmt!

Dog killing adopted in Romania!
Schicken Sie einen Protestbrief! Helfen Sie den Hunden!

Den Mustertext an folgende Mail-Adressen schicken:
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(Hier sind die genauen Angaben der genannten Mail-Adressen:
Mr. Traian Basescu, President of Romania, Fax: 00 40 21 319.31.31,
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. , Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ,
Mrs. Elena Udrea, Ministre, The Ministry of Regional Development and Tourism, Fax: 00 04 37 211 13 37, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Mr. Augustin Zegrean, President, Constitutional Court of Romania, fax: 00 40 21 312.43.59, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Mr. Emil Boc, Prim-minister of Romania, Fax: 00 40 21 313 98 46, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. )


Mustertext:

Dear Ladies and Gentlemen.

Please keep in mind and consider that Romania is still a member of the EU-countries and should also respect the Written Declaration 26 on dog population management in the EU: http://goo.gl/TJQor

If killing worked the stray dog populations of Romania’s towns would have been eliminated long ago. The result of the extermination campaigns: ZERO.
Catch & Kill programme have become one of the biggest business for the Romanian municipalities and for the people involved in managing stray dogs. Easy profits from killing dogs: ‘THE STREET DOG BUSINESS’: http://goo.gl/wC6Ly

The problem of surplus dogs must be solved logically in an effective and civilized way. Control of reproduction, combined with education in responsible dog ownership, is the only practical solution: free NEUTERING AND RETURNING of all dogs, with and without owners, to the territory where they were found or to their owner or keeper.

‘Neuter & Return’ is the only practical, cheap and permanent solution.
Please read ‘A resume of stray dog legislation in Romania.’
http://goo.gl/aDvm8

The normal people vote for the stray dogs!
Voting at Libertatea
http://goo.gl/kql9C

Maidanezii bolnavi vor fi omorâţi! Ești de acord?
Sick stray dogs will be killed! Do you agree?
Total: 1888120 voturi   NU = NO -   60.7% (1145854 voturi)
                                     DA = YES - 39.3% ( 742266 voturi)

Voting at apropo.ro
http://goo.gl/V4O63
Ai vrea sa dispara cainii maidanezi?
Would you like the strays dogs go away?
NU = NO   - 9411
DA = YES  - 2722

Sincerely,
Name, country

Petra Kuppinger, 24.11.11
Bildmaterial: pixelio.de

 

NABU und Testbiotech warnen vor Zulassung von Gen-Soja in Europa

Risiken durch Rückstände von Unkrautkillern sind für Verbraucher unkalkulierbar

Heute wird in Brüssel über die Anträge der Firmen Monsanto und Bayer auf Marktzulassung gentechnisch veränderter Sojabohnen, die gegen die Herbizide Glyphosat (Roundup) und Glufosinat (Liberty oder Basta) unempfindlich gemacht wurden, verhandelt.
Die Sojabohnen können daher mit Unkrautvernichtungsmitteln behandelt werden, ohne dabei selbst Schaden zu nehmen.

Testbiotech und NABU warnen vor einer Zulassung der für die Futter- und Lebensmittelverarbeitung beantragten Gen- Sojabohnen, da sich u.a. auch Rückstände der Unkrautvernichtungsmittel im Pflanzengewebe finden lassen.
‚Vor allem in den Anbauländern Argentinien, Brasilien und den USA werden die Pflanzen massiv mit Glyphosat besprüht, weil immer mehr Unkrautarten Resistenzen gebildet haben. Wenn nicht bekannt ist, wie hoch die Giftbelastung tatsächlich ist, kommt eine Zulassung dieser Pflanzen zur Verwendung in Futter- und Lebensmitteln nicht in Frage. Rückstände dieser Herbizide finden sich inzwischen sogar im Blut von Verbrauchern‘, so Steffi Ober vom NABU.

Es ist unklar, ob Gen-Sojabohnen die Gesundheit schädigen, weil es bislang kein Monitoring der Auswirkungen auf die Gesundheit gab, obwohl dieses in der EU vorgeschrieben ist.

Jüngste wissenschaftliche Untersuchungen weisen darauf hin, dass das weltweit am meisten eingesetzte Herbizid Glyphosat zu Störungen der embryonalen Entwicklung führen können. In Deutschland sind einige diese Mischungen bereits verboten worden, damit die Gifte nicht in die Nahrungskette gelangen.

Daneben gibt die europäische Lebensmittelbehörde EFSA zu bedenken, dass weder Veränderungen in der Zusammensetzung der Pflanzen noch Auswirkungen auf das Immun- oder Fortpflanzungssystem ausreichend geprüft wurden.

Quelle:
Dr. Then, 0151 54638040, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. , www.testbiotech.org
Dr. Ober, 030.284984-1612, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. , www.NABU.de


Petra Kuppinger, 16.11.11
Bildmaterial: oldskoolman.de

 

Vegetarische Ernährung

Verzicht auf Fleisch ist Trend

Sich vegetarisch zu ernähren bedeutet neben pflanzlichen Produkten nur die tierischen Lebensmittel zu essen, die vom "lebenden Tier" stammen. Fleisch und Fisch werden also nicht gegessen, wohl aber Milch, Eier und Honig. Wenn auch letztere nicht mehr auf dem Speiseplan auftauchen, spricht man von einer veganen Ernährung. Neuerdings verbreiten sich auch die Bezeichnungen Flexitarier oder Halbzeitvegetarier. Damit sind Personen gemeint, die ihren Fleisch- und Fischkonsum bewusst stark eingeschränkt haben, ohne ganz darauf zu verzichten.

Der Vegetarierbund Deutschland e. V. (VEBU) geht von etwa 6 Millionen Vegetariern (8 Prozent der Bevölkerung) und etwa 600.000 Veganern im Jahr 2010 in Deutschland aus. Angesichts der Aufmerksamkeit, die das Thema seit einiger Zeit in den Medien erlebt, kann man damit rechnen, dass die Anzahl der sich vegetarisch bzw. vegan lebenden Menschen weiter steigt. Als Indikator kann der Mitgliederzuwachs des VEBU in den vergangenen zwei Jahren gesehen werden. Für Ende des Jahres 2011 rechnet der Verein mit einem Zuwachs von über 40 Prozent. Aber auch die Produktpalette an vegetarischen Gerichten nimmt stetig zu, weil Supermärkte und Discounter immer mehr Fleisch- und Milchalternativen anbieten.

Die persönlichen Gründe für eine vegetarische Ernährung sind vielfältig und können sich im Laufe der Zeit ändern. Neben den ethischen Aspekten werden die moralischen und ökologischen zunehmend bedeutender. Der Einfluss der Tierhaltung auf Umwelt, Klima und Welthunger ist deutlich zu erkennen. Viele kritische Verbraucher werden sich dadurch der Verantwortung ihrer Kaufentscheidungen bewusst. Auch gesundheitliche Aspekte können die Entscheidung für den Vegetarismus begründen. Eine vollwertige vegetarische Ernährung verringert im Gegensatz zur deutschen Durchschnittskost das Risiko von Stoffwechsel- und Herzkreislauferkrankungen sowie Übergewicht.

Der Fleischkonsum beträgt in Deutschland rund 60 Kilogramm pro Kopf und Jahr. Das sind rund 1,2 Kilogramm pro Woche. Und damit ist der Wert deutlich höher als ihn die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, nämlich maximal 300 bis 600 g Fleisch pro Woche.

Zunehmend wird klar, dass Fleisch und Fisch nicht unbedingt zu einer vollwertigen Ernährung notwendig sind und der Vegetarismus eine sehr nachhaltige Form der Ernährung darstellt. Pflanzliche Lebensmittel sowie Milch und Eier reichen aus, um den täglichen Bedarf an Nährstoffen aufzunehmen, wie sie in internationalen Referenzwerten empfohlen werden.

Nora Moltrecht
aid infodienst
0228 8499-0
http://www.aid.de
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Petra Kuppinger, 16.11.11
Bildmaterial: oldskoolman.de

 

Brüssel rückt in greifbare Nähe!

Fünf-Prozent-Klausel im Europawahlrecht verfassungswidrig

Die Überraschung war perfekt: Das sensationelle Urteil des Zweiten Senats des Bundesverfassungsgerichts vom 09. November 2011, mit dem der § 2 Abs. 7 des Europawahlgesetzes für nichtig erklärt wurde, hatte das Zeug, uns als eine der kleinen Parteien in wahre Begeisterung zu versetzen, werden wir doch mit guten Nachrichten nicht gerade verwöhnt! Mit 5 zu 3 Stimmen wurde die Fünf-Prozent-Sperrklausel, wie sie noch bei der Europawahl 2009 gültig war, gekippt. Wie es in der Pressemitteilung vom BVG heißt, verstößt sie „gegen den Grundsatz der Wahlrechtsgleichheit und der Chancengleichheit der politischen Parteien“ - eine bedeutungsvolle Formulierung, die den Kern des Urteils trifft und sich wie ein roter Faden durch die ausführlichen Erläuterungen zieht.

Interessant die Aufzählung der 7 (über 0,5 Prozent-) Parteien, die mit je einem Abgeordneten (Freie Wähler 2) in dieser Reihenfolge 2009 ins EU-Parlament eingezogen wären: REP, Tierschutzpartei, Familie, Piraten, Rentner, ÖDP.

Die fünf fortschrittlichen Verfassungsrichter/innen liegen mit ihren Argumenten voll auf der Linie des Verfassungsrechtlers von Arnim, der diesen Prozess ins Rollen brachte. Ihnen und vor allem dem überaus mutigen Hans Herbert von Arnim gilt unser Dank! Es ist ihm auf diese Weise gelungen, das BVG dazu zu bewegen, einigen selbstgefälligen und auf egoistischen Machterhalt programmierten Parteien die Grenzen aufzuzeigen. Mehr solcher Erfolgserlebnisse - und die oft entbehrungsreiche politische Arbeit macht auch einmal Spaß!

Brüssel ist für unsere Partei in greifbare Nähe gerückt – packen wir’s an!

Quelle: Bundeshomepage, 10.11.11

 

Große Mengen von Antibiotika in der Massen-Geflügel-Haltung

Eine Untersuchung des NRW-Verbraucherschutzministeriums hat ergeben, dass in 83 % des untersuchten Geflügels mehr als bis zu acht verschiedene Antibiotika ins Futter gemischt worden sind. Diese Ergebnisse aus 182 Betrieben sollen Mitte November offiziell vorgestellt werden.
Das Bundesverbraucherministerium wies jede Verantwortung von sich und berief sich auf die Zuständigkeit der einzelnen Länderbehörden, die für die Überwachung von Antibiotika in der Massentierhaltung zuständig seien.

Antibiotika dürfen nicht als Wachstumsförderer, sondern nur aus medizinischen Gründen in der Massentierhaltung verwendet werden.

Für den Geschäftsführer des Zentralverbandes der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG), Thomas Janning, ist die Unterstellung, dass Antibiotika als Wachstumsförderer verwendet wird, unwahr.
Trotzdem wolle man in den nächsten fünf Jahren Antibiotika um 30 % reduzieren. Diese Aussage von Janning lässt dann jedoch den Schluss zu, dass 83 % des Geflügels krank sind.

2010 wurden 1,4 Millionen Tonnen Geflügel geschlachtet und gegessen. Davon waren entsprechend der Studie 83 % des Geflügels, also fast 1,2 Millionen, erkrankt, da bei ihnen, so die Studie, Antibiotika ins Futter gemischt wurde.

Falls das jemand interessiert: Das Leben eines Huhnes in der Massentierhaltung dauert vom Schlüpfen bis zur Schlachtung ca. 35 Tage.

Petra Kuppinger, 29.10.2011
Bildmaterial: pixelio

 

Die Wölfe kehren nach Deutschland zurück

1904 wurde der letzte Wolf in Sachsen erlegt.
Mittlerweile leben in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg wieder zwölf Rudel.
Mit Hilfe von GPS-Sendern konnte in einer zwei Jahre andauernden Studie festgestellt werden, dass Wölfe mehr als 70 km am Tag zurücklegen und daher auch überall in Deutschland auftauchen können.
NABU-Wolfsexperte Markus Bathen: ‚Wölfe sind körperlich dazu in der Lage, innerhalb von wenigen Monaten halb Europa zu durchqueren. Wir gehen davon aus, dass früher oder später jedes Flächenbundesland, selbst Nordrhein-Westfalen, seine Wolfsrudel bekommen wird‘.

Im September 2011 hat der NABU die Wolfs-Informationsreise ‚Tour de Wolf‘ gestartet. Ziel ist es, in den alten Bundesländern frühzeitig das Bewusstsein über die Rückkehr des Wolfes zu wecken.

Die Menschen kennen den Wolf oft nur aus Märchen wie Rotkäppchen oder aus Vampirfilmen, in denen er stets für das Böse steht. Dabei wissen wir heute, dass der Wolf genau das nicht ist. In den zurückliegenden elf Jahren, in denen es Wölfe in Deutschland gibt, hat sich kein einziger Wolf aggressiv einem der über 250.000 Menschen genähert, die im Wolfsgebiet leben‘, so Bathen.

Der BfN empfiehlt den Bundesländern ein Wolfsmanagement zu erarbeiten, damit die Ausbreitungsfähigkeiten der Wölfe und deren Rückzugsräume ebenso Rechnung getragen werden kann wie Aufklärung und Information der Bevölkerung, die übrigens mehrheitlich die Rückkehr der scheuen Tiere begrüßt. Nach Informationen des BUND leben derzeit 60 Wölfe in Deutschland.

Für Rückfragen:
Markus Bathen
NABU-Wolfsexperte
0172 6453537
NABU-Pressestelle: 030 284984-1510, -1722,
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.  

Petra Kuppinger, 28.10.2011
Bildmaterial: pixelio.de

 

Qualvolle Tiertransporte

Kreuz und quer werden sie durch Europa gekarrt: Pferde, Rinder, Schafe und Schweine.

Aufgrund zunehmender Spezialisierung der Betriebe erfolgen Geburt, Aufzucht, Mast und Schlachtung in spezialisierten, räumlich teils weit voneinander getrennten Großbetrieben.
Importländer in Nordafrika und im Nahen Osten verlangen Lebendtransporte, um die Tiere gemäß ihrer religiösen Riten zu schächten.

Für die Tiere bedeutet ein Transport eine große Belastung:
die Trennung von vertrauten Artgenossen und Stallungen, die Enge des Laderaums und die nicht artgerechten Fütterungs- und Tränkintervalle verursachen den meisten Stress.

Zurzeit gilt für die Beförderung von Lebendtieren eine Verordnung, die seit 2007 in Kraft ist. Obwohl der Wissenschaftliche Ausschuss für Tiergesundheit und Tierschutz der EU-Kommission bereits im Jahr 2002 empfohlen hat, die Transportzeiten so kurz wie möglich zu halten, wurde der Vorschlag ignoriert.

Die maximale Beförderungsdauer von acht Stunden kann bei Einhaltung bestimmter Ruhezeiten beliebig verlängert werden.
So ist bei einem 14 Stunden-Transport von Rindern eine einstündige Tränk- und Fütterungspause ausreichend.
Nach weiteren 14 Stunden müssen die Rinder für eine 24-stündige Ruhepause mit Futter und Wasser ausgeladen werden.
Danach kann der Transport weitere 29 Stunden lang fortgesetzt werden, bis die nächste eintägige Rast eingelegt werden muss…usw.

Der respektlose Umgang mit anderen Lebewesen ist der Gradmesser für die zunehmende Verrohung und Verblödung unserer Gesellschaft.

Am 18. Dezember 2009 forderte der deutsche Bundesrat eine Höchstdauer von acht Stunden für Schlachttiertransporte; das Europäische Parlament schlug am 30. April 2004 eine absolute Transportzeitbeschränkung vor.

Passiert ist nichts: die Transporte gehen weiter.

Die EU will nun bis Ende 2011 das Tiertransportrecht und die bislang fehlenden zeitlichen Beförderungsgrenzen überprüfen.

Petra Kuppinger, 17.10.2011
Bildmaterial: soylent.network

 

Europas Städte zwischen sozialem Wohnungsbau und Gentrifizierung

Viele bundesdeutsche Großstädte geben für die Absicherung des Wohnens mehr als die Hälfte ihres jeweiligen Haushaltsbudgets aus.
Daneben wird in Europas Metropolen eine zunehmende Gentrifizierung beobachtet.

Für die FDP ist diese Entwicklung die Aufwertung von Stadtteilen durch privates Kapital, für andere die Vertreibung von sozial schwachen Bevölkerungsgruppen.

Die aktuelle Analyse des deutschen Wohnungsmarktes zeigt eine immer stärkere räumliche und soziale Differenzierung.
Durch die Globalisierung treten internationale Finanzinvestoren auf dem Wohnungsmarkt in Erscheinung, da der heutige Arbeitsmarkt zu nationaler und internationaler Mobilität zwingt.
Eine hohe Wohnungsnachfrage steht einem geringen Angebot gegenüber, so dass hohe Mietpreise eine Folge dieser Entwicklung sind und dazu führen, dass sich Haushalte mit geringen Einkommen das Wohnen in zentralen Lagen der Stadt kaum mehr leisten können.
Die von ihnen verlassenen Wohnungen werden renoviert oder abgerissen und neu gebaut, um anschließend an zahlungskräftige Kunden teurer vermietet oder verkauft zu werden.

2009 wollte der holländische Immobilienhändler Hanzevast im Gängeviertel in Hamburg Wohnungen und moderne Büros errichten. Angesichts der Solidarität der Bürger kaufte der Senat das Gelände zurück. Auch in St. Pauli oder Altona regt sich der Widerstand gegen den Meistbietenden.

In Millionenmetropolen wie London und Paris präsentiert sich der soziale Kontrast zwischen teuren Geschäftsvierteln und luxuriösen Wohngebieten auf der einen Seite und verarmten Bezirken mit hoher Arbeitslosigkeit und Kriminalität auf der anderen Seite.

Um letzteren entgegenzuwirken wird in Deutschland eine staatliche Mietpreis-Obergrenze bei Neuverträgen debattiert, was sowohl ein Eingriff in die Vertragsfreiheit, als auch in die marktwirtschaftliche Ordnung wäre.

Petra E. Kuppinger, 11.09.2011
Bildmaterial: pixelio.de

 

 

Zeit für eine verantwortungsvolle 
                                            und bewusste Ernährung

Medien und Industrie gaukeln uns vor, dass Fleisch gesund ist und die Tiere ein schönes Leben auf wunderschönen grünen Wiesen haben.
Doch weichen hier Wirklichkeit und Werbung krass auseinander, wenn wir uns die Hintergründe etwas genauer betrachten.

Das Leben auf dem Bauernhof mit seinen grünen Weiden und idyllischen Szenen findet sich nur noch in Kinderbüchern; die grausame Wirklichkeit zeigt sich den Tieren in Form von fensterlosen Metallhallen, Drahtkäfigen und anderen Vorrichtungen, um sie auf engstem Raum einzupferchen. Diese Enge und reizarme Umgebung führt zu Stressverhalten, bei dem sich beispielsweise Hühner durch gegenseitiges Anpicken verletzen.
Kurz nach dem Schlüpfen werden die männlichen Küken, die für die Eier-Produktion untauglich sind, bei lebendigem Leib geschreddert und als Tierfutter an Pelztierfarmen oder Geflügelmastanstalten verkauft.
Das gilt übrigens auch für Bio-Eier.

Die Massentierhaltung ist mit artgerechter Tierhaltung nicht zu vereinbaren; für die Milliarden von Tiere, die in ihrem kurzen Leben weder den Himmel noch eine Wiese sehen, bedeutet diese Haltung unvorstellbare Qualen.

Für viele Menschen bereitet der Kauf von Bio-Produkten ein ruhiges Gewissen, da sie sich einreden, dass es den Biotieren besser ginge als denen in der Massenhaltung.
Die glücklichen Hühner, Schweine und Kühe halten es vor lauter Glückseligkeit kaum in ihrem Stall aus und werden dann wohl zu Tode gestreichelt.

Der Fleischesser hat nicht nur Schuld an der Massentierhaltung und das damit verbundene Leid der Tiere, die ein solch grausames Leben ertragen müssen, sondern auch an der Umweltzerstörung, d. h. letztlich an der Zerstörung seiner selbst, da für den Anbau von Futtermittel Land, Wasser und andere Ressourcen verschwendet werden, die für den Menschen eingesetzt werden könnten.

Um 1 kg Fleisch zu produzieren, werden 16 kg Getreide benötigt.
18% der Treibhausgas-Emissionen werden von der Massentierhaltung verursacht.
37% der Methanemissionen werden durch die im Verdauungstrakt von Tieren entstehenden Methangase verursacht.
Futteranbau, Tiermast usw. tragen zur Versauerung der Waldböden bei.

Die Eiweißzufuhr liegt in den westlichen Industrieländern über der Empfehlung von 0,8 Gramm/Kg Körpergewicht.
Der Mensch braucht für seine Ernährung kein tierisches Eiweiß.
Die Auswertung von Langzeitstudien an 442.000 Menschen hat gezeigt, dass der Verzehr von Fleisch und Wurst mit erheblichen Gesundheitsschäden verbunden ist und mit einer fleischlosen Ernährung die optimale Deckung des Nährstoffbedarfs unseres Körpers gewährleistet wird.
Für Frank Hu, Leiter des Forscherteams der Harvard School of Public Health in Boston, haben die Ergebnisse der Studie große Bedeutung für die öffentliche Gesundheit und er empfiehlt, den Fleischkonsum so oft wie möglich durch Nüsse und Vollkornprodukte zu ersetzen.
In Deutschland leben laut Schätzung der WHO ca. 8 Millionen Menschen mit einer Diabeteserkrankung, weltweit ca. 346 Millionen Menschen. Bei einem täglichen Verzehr von verarbeitetem Fleisch erhöht sich nicht nur das Diabetesrisiko auf 51%, auch das Risiko von Krebserkrankungen und Herz- und Kreislaufleiden sind erhöht.

Mehr als 1 Milliarde Menschen hungern, mehrere Milliarden Menschen gelten als unterversorgt; dagegen ist die Hälfte der OECD-Bürger übergewichtig.
Global betrachtet werden genug Lebensmittel für alle Menschen produziert, doch werden sie meist von den industrialisierten Ländern konsumiert.
Die Schwellen- und Entwicklungsländer passen sich in ihren Ernährungsgewohnheiten zunehmend den Industrieländern an, so dass sich das erwähnte Verteilungsproblem zu einem Mengenproblem entwickeln wird.
Die westliche Ernährung zeichnet sich durch eine hohe Kalorienzufuhr und tierische Nahrungsmittel aus.
Für die Produktion von 1000 kcal Getreide werden 1,1 qm landwirtschaftliche Fläche benötigt, für die Produktion von 1000 kcal Schweinefleisch dagegen 7,3 qm Fläche.

Die Massentierhaltung ist der größte Verursacher von Treibhausgasen, der größte Verbraucher von Süßwasser und führt zum Verlust der Biodiversität und zu gravierenden Bodendegenerationen.

Die Industriestaaten sind aufgefordert, ihre Essgewohnheiten so zu ändern, dass der Fleischkonsum nicht als Zeichen des Wohlstandes, sondern als Zeichen der Verantwortungslosigkeit, Grausamkeit und Zerstörung unserer Ressourcen von den Entwicklungsländern geächtet wird.

Leider kann man von den regierenden Parteien diese Einsicht nicht erwarten, so dass den Befürwortern von Massentierhaltung nur die Erkenntnis der eigenen Erfahrung der resultierenden Erkrankungen zu wünschen ist.

Petra E. Kuppinger, 14.08.2011

 

Die schleichende Ausbreitung der Gentechnik

Bisher sind die gentechnisch veränderten und herbizidresistenten Sojasorten von Monsanto Mon40-3-2 und Mon89788-1 sowie eine Züchtung von Bayer A2704-12 von der EFSA zugelassen worden.
Nun hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) eine weitere gentechnisch veränderte Sojasorte 356043 von Pioneer zugelassen.
Die EFSA hält die gentechnisch veränderten Sojasorten für genauso sicher wie die herkömmlichen ‚bezüglich der möglichen Effekte auf die Gesundheit von Mensch und Tier sowie auf die Umwelt im Rahmen des beabsichtigten Gebrauchs‘.
Die Zulassung betrifft die Einfuhr und Verarbeitung und die daraus gewonnenen Produkte im Lebensmittel- und Futtermittelbereich.
Nach dieser positiven Bewertung durch die EFSA muss die EU-Kommission innerhalb von drei Monaten über den Antrag entscheiden.
Da kann man doch jetzt schon allen Fleisch- und Milchkonsumenten einen gesegneten Appetit wünschen .

Petra E. Kuppinger
Quelle: Proplanta, 06.08.2011

 

Wer schützt die Erde vor dem unkontrollierten Wachstum der Menschheit?

Die Weltbevölkerung wächst rasant: Am 11.07.2011, dem Weltbevölkerungstag, erreicht die Weltbevölkerung mit ca. 7 Milliarden Menschen einen neuen Höchststand. Und jede Sekunde kommen drei Menschen hinzu, so dass bis zum Jahr 2050 voraussichtlich 9,1 Milliarden Menschen auf der Erde leben.
Das Bevölkerungswachstum findet fast ausschließlich in den Entwicklungsländern statt, in denen jährlich 76 Millionen Frauen ungewollt schwanger werden
Dem Bevölkerungswachstum kann nur durch Familienplanung, Frauenförderung, Aufklärung und Bildung entgegengewirkt werden.

Im Hinblick auf die geradezu einfältige Leichtgläubigkeit in den Entwicklungsländer sind die Äußerungen des Vatikans, vertreten durch Papst Benedikt XVI. geradezu unverantwortlich, der in einem Kongress zum 40. Jahrestag der Enzyklika Humanae Vitae die Position der katholischen Kirche zur Verhütung  bekräftigte, dass die einzige zulässige Verhütungsform ‚die Beobachtung der natürlichen Rhythmen der Fruchtbarkeit der Frau‘ sei.
Welche salbungsvolle Erklärung gibt beispielsweise die katholische Kirche den vielen Waisen, die von Aids-Kranken gezeugt wurden?

So sind am 22. September 2011 mehrere Demonstrationen von über 35 Organisationen gegen den Papstbesuch in verschiedenen Städten in Deutschland angemeldet. In einer Resolution ist zu lesen: ‚Der Papst steht für eine menschenfeindliche Geschlechter- und Sexualpolitik, die Menschen ausgrenzt und diskriminiert‘.

Unverständlich, wenn nicht gar beschämend ist es, dass die jetzigen Regierungsparteien Frauenförderung und Gleichstellung der Geschlechter aus den Haushalten 2010 und 2011 entfernten.

Neben negativen Auswirkungen für das Weltklima hungern über eine Milliarde Menschen, die durch Wirtschafts- und Finanzkrisen nicht weniger werden. Die Befürchtungen, dass es bei künftigen kriegerischen Konflikten um elementare Bedürfnisse wie Wasser und Nahrung geht, sind mehr als wahrscheinlich.

Weitere Infos:
www.giordanobrunostiftung.de/termine?action=cal&id=44&tab=cal_single
www.derpapstkommt.de

Petra E. Kuppinger, 13.07.2011

 
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